Das Ende

Eine ewig lange Fahrt war das nach Nairobi. Es gab einen Zwischenhalt, da habe ich mir Choma (gegrilltes Rindfleisch in kleinen Stücken) zum Mitnehmen gekauft, dazu gab es Tomatensalat und Ugali. Im Prinzip kenianisches FastFood, war mega lecker! Dann ging es auch schon weiter, nach 7h kamen wir endlich an. Der Verkehr in Nairobi ist verrückt, die Rushhour perfekt abgepasst nahmen wir ein Uber zum Hotel. Aus 2 Spuren wurden 3, Ampeln werden prinzipiell nicht beachtet, Fußgänger und Pikipikis schlängelten sich durch das Gemänge und ich habe mittlerweile begriffen warum hier jedes Auto vorne und hinten Schrammen hat.
Heute ging es zum Sheldrick Elephant Orphanage in welchem junge Elefanten aus ganz Kenia aufgezogen werden, welche alleine die Wildnis nicht überlebt hätten. Eigentlich waren alle aufgrund menschlichen Handelns wie Wildern oder Fallen dort. Sie wurden mit riesen Milchflaschen gefüttert und hatten sehr viel Spaß im Matsch. Partnerschaften könnt ihr gerne auf deren Website übernehmen 😀 Einen Uberanruf später ging es zu dem Giraffen-Center, in dem wir Giraffen füttern durften und durch einen kleinen Vortrag mehr über diese riesigen Tiere erfahren haben. Rothschildgiraffen sind vom Aussterben bedroht, es gibt etwa 650 Tiere welche nurnoch in Kenia und Uganda zuhause sind.
Uber ist für Nairobi definitiv empfehlenswert, es gibt kein Feilschen um den Preis und man wird innerhalb kürzester Zeit abgeholt (ca 5-10min Wartezeit, manchmal auch gar keine) und günstig ist das auch noch. Dadurch kennen wir jetzt praktisch jedes Toyota Model in und auswendig.
Morgen genießen wir noch den Tag hier und dann geht es am Abend auch schon wieder Richtung Deutschland. Dies ist einer der unvergesslichsten Urlaube, man hat Kenia aus sehr vielen Sichtweisen kennengelernt. Nach diesen ganzen Erlebnissen kann ich nur abraten, einen reinen Safari Urlaub zu buchen. Abgesehen davon, dass das unglaublich teuer ist, hat man danach einen komplett falschen Eindruck von den Ländern. Hier ist nichts, aber auch gar nichts wie in Europa, es ist einfach eine komplett andere Welt und diese Erfahrungen werde ich auch nie mit Text oder Bildern so erklären können. Mittlerweile bin ich wirklich zwiegespalten, einerseits möchte man die ganzen Menschen, mit denen man hier gearbeitet und gewohnt hat, nicht verlassen, andererseits freue ich mich auch wieder auf das alte Leben mit all seinen komplett anderen Problemen und Herausforderungen. Das wäre es soweit von mir, danke fürs mitlesen und bis die Tage!

P.S.: Man kann auch Patenschaften für Waisenkinder in Nyabondo übernehmen. Das ist über die Organisation Dentists for Africa möglich, die uns dieses Erlebnis erst ermöglicht hat. Viele der kenianischen Kollegen haben ihre Ausbildung durch eine Partnerschaft ermöglicht bekommen.

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