Tag 32 und 33

Endlich ist der große Tag der Safari gekommen, nach dem Mittagessen ging es los in den Maasai Mara Nationalpark. Frank fuhr uns mit dem guten Nissan Bus, leider war die asphaltierte Straße nach der Hälfte des Weges zu ende. Nun gut, dann ging es halt auf einem sehr holprigen, steinigen und matschigen Weg weiter. Während der Fahrt fuhren wir an den bekannten einfachen Wellblechhütten Kenias entlang, vorbei an Menschen, die ihre kleinen Herden aus Kühen, Ziegen oder Schafen auf der Straße entlang lotsten. Gelegentlich kamen Pikipiki Fahrer oder andere Autos entgegen. Nach einer gefühlten Ewigkeit kamen wir endlich im Mara West an und damit in unserem etwas zu luxuriösen Hotel. Hier war keine Spur der einfachen Lebensweise Kenias mehr zu finden, kaum ausgestiegen schon hatten wir ein warmes Handtuch und ein Getränk in der Hand. Man fühlte sich nicht ganz recht am Platz, es sind schon krasse Gegensätze von dem einen auf den anderen Kilometer.
Unsere Unterkunft war ein „Zelt“, naja zumindest offiziell. Der Boden war solide, ebenfalls die Wand mit Tür zum Bad und dessen Wände. Das einzige was ans Zelt erinnerte war die Plane auf dem Dach und am Eingang. Der Rest war praktisch ein Hotelzimmer. Vor dem Eingang gab es eine kleine überdachte Terrasse von welcher man direkt in den Park schauen konnte. Nach einem späten Nachmittags-Kaffee bzw. -Tee mit Ausblick auf Zebras und Giraffen ging es zum Abendessen und relativ früh schlafen. Am nächsten morgen wurde nämlich der Sonnenaufgang beobachtet, welcher mal wieder von Wolken bedeckt gewesen ist…. Man kann nicht immer Glück haben.
Daraufhin gab es Frühstück und es ging mit einem umgebauten Toyota Jeep zum Oloololo (ja das heißt wirklich so) Gate. Frank war natürlich auch dabei und auch wenn es nicht der wärmste Morgen war, so fanden wir es doch ganz amüsant wie er und John (unser Fahrer und Guide) sich in die Decken eingewickelt haben. Schon auf dem Weg zum Eingang sahen wir Giraffen und Zebras aus nächster Nähe, in dem Park selbst hatten wir nach 2 Stunden vier der Big 5 gesehen. Es fing an mit zwei Löwen, welche wir schon kurz hinter dem Eingang mit ihrem erlegten Gnu beobachten konnten. Danach fuhren wir an Elefanten vorbei und trafen schließlich auf ein Nashorn. Gnus gibt es hier sowieso in Hülle und Fülle. Wir bekamen noch 2 Geparden zu sehen, welche unter einem toten Baum gedöst haben.
John hielt regelmäßig Funkkontakt mit den anderen Guides und wollte uns dann etwas zeigen. Wir sind zu einem Spot gefahren und haben Ausschau gehalten. Etwas bewegte sich im Busch, man sah kurz den Schwanz über die Büsche schauen. Wir sind durch den Fluss auf die andere Seite gefahren und tatsächlich, vielleicht 50m entfernt von uns im Gebüsch saß ein Leopardenweibchen. Wir konnten es kaum fassen. John konnte es kaum fassen. Auch wenn sie uns nur einen kurzen Blick gestattete, wir hatten tatsächlich innerhalb eines Tages alles auf einer Safari entdecken können was es zu entdecken gab! Damit hatte keiner gerechnet, ich hatte mir ausgemalt vielleicht ein paar Elefanten und ganz vielleicht einen Löwen zu sehen. Ich kann es nicht oft genug wiederholen aber das hier ist einfach die aufregendste Zeit die ich bis jetzt erlebt habe.

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