Tag 28

Bald geht es schon wieder zurück nach Kisii, verrückt wie schnell die Zeit vergeht. Wir haben uns gerade schön eingelebt und wollen eigentlich noch gar nicht wirklich zurück. Trotzdem ging es in die Stadt, wir versuchten ein Matatu Shuttle zu organisieren, das nach Kisii (am besten ohne Zwischenstopp) durchfährt. Eine Firma namens Transline bot uns zwei verschiedene um 4 oder 5 Uhr morgens an. Vielleicht gibt’s da doch noch was anderes? Das Büro von denen war ziemlich originell, es bestand aus Plastikgartenstühlen und einem kleinen Schreibtisch. Nach einem kurzen Telefonat gibt es noch eine zweite Shuttlelinie einer anderen Firma, mal schauen ob das alles so klappt wie wir das mit dem netten Verkäufer besprochen haben.
Danach ging es noch kurz auf den Markt, es wurde alles Mögliche an lokalem Obst und Gemüse verkauft. Bananen, Avocados, Orangen, Melonen, Linsen, diverse Bohnensorten, natürlich Mais, Sukuma (bzw. diese Kohlartige Pflanze) und Fisch um nur ein paar Angebote zu nennen. Der Fisch wurde für uns frisch aus der großen Frittierpfanne (so war man sich wenigstens sicher, dass alle Keime die bei dem definitiv nicht gekühlten Transport vom Lake Victoria bis hier tot sind) in Zeitungspapier eingewickelt, er kostete umgerechnet nicht mal 1€ pro Stück.
Zurück im Konvent ging es mal wieder ans Wäsche waschen, alles schön von Hand. Waschmaschinen sind hier unbekannt, kaum zu glauben wieviel mehr Zeit die alltäglichen Dinge hier benötigen. Nachdem das Waschmittel und der Schaum aus den Klamotten gewaschen wurde (das hat gefühlt Ewigkeiten gedauert) und diese an der Wäscheleine hingen war eine Pause für einen Kaffee drinnen. Wir wurden noch für die abendliche Messe eingeladen an der wir natürlich teilnahmen. Dafür kam extra ein Priester vorbeigefahren, wir versammelten uns in der kleinen Kapelle. Wein und Wasser kamen direkt aus den Flaschen in den Kelch, die Gebete waren im Prinzip die gleichen nur auf Englisch.
Vor dem Abendessen gab es noch kurz einen Schock als wir eine Raupe auf dem gleichen Sessel wie gestern gefunden haben, diese langen schwarzen Haare sind schon echt widerlich. Mir war etwas unwohl beim Essen, immerzu dachte man an die Raupe und hat sich selbst umgedreht um sicherzugehen, dass man nicht der Nächste ist. Es gab die Auswahl zwischen Rindfleisch oder Fisch mit Ugali, Sukuma und Mais mit Bohnen.

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