Tag 27

Ein bisschen Schlafmangel spürte ich heute Morgen beim Aufstehen. Diesmal gab es Mais zum Frühstück, dazu wie immer Toast und Tee bzw. Instantkaffee. Es gibt hier Gebiete, in denen Kaffee (statt Tee) angebaut wird, aber scheinbar wird alles exportiert. Man findet nichts in den Läden oder auf den Straßen und auch die Menschen hier trinken alle nur Tee (der auch wirklich gut ist!).
In der Klinik fand morgens eine Messe statt, dafür wurde ein Zelt aufgebaut und Plastikgartenstühle bereitgestellt. Während der Zeit kamen auch keine Patienten, wir waren uns nicht sicher ob es an der Messe lag oder an der Tatsache, dass wir Monatsende haben. Nach und nach sind dann doch noch einige gekommen, sodass wir genug zu tun hatten.
Heute ist auch der Tag, an dem wir herausgefunden haben, dass diese fliegenden Riesenameisen gar keine Ameisen sind, sondern afrikanische Wespen. Diese sind etwa 5cm lang. Ivan meint, das gestochene Hautareal wird dann taub und es gibt eine riesige Entzündung. Gut zu wissen, von den Teilen fliegen täglich mehrere in der Dental Unit umher. Mit den Tieren nicht genug gab es beim Abendessen einen kleinen Zwischenfall. Ich befand mich zu dem Zeitpunkt im Nebenraum, den zwei Mädels nach gab es einen kurzen Schrei der Sister, welche gegenüber saß, gefolgt von einem hektischen Aufstehen und weglaufen. Über ihre Hand ist eine Raupe gelaufen. Keine europäische, nein, eine afrikanische. Groß, dick, mit langen schwarzen Haaren. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir glücklicherweise schon gegessen. Apropos Essen. Hätte ich vorher gewusst, dass das Leber ist, was da vor mir steht.. Nun dann hätte ich wohl nicht so viel genommen. Die Soße war ganz lecker, dazu gab es wie immer Nudeln, Sukuma und Ugali.

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