Tag 21

Der heutige Tag verlief ohne größere Überraschungen. Es gab einige Patienten zu behandeln, Röntgenbilder knipsen kann ich jetzt. Mareike ist ab sofort die Fachfrau für die Endos, vielleicht überlegt sie sich das nochmal mit der kieferorthopädischen Friemelei. Die interessantesten Fälle wurden meist woanders behandelt, haben trotzdem noch Schmerzen und man fragt sich, was da eigentlich versucht worden ist. Es kommt auch oft vor, dass wir einiges an Überzeugungsarbeit leisten müssen, dass der Zahn nicht direkt raus muss sobald eine kleine Karies vorliegt. Ich bin sehr dankbar für Sister Sunya, die das mit ihrer überzeugenden Art dem Patienten gut (und auf Kiswahili) vermitteln kann.
Auf dem Parkplatz der Klinik wurde heute ein Zelt aufgebaut. Nach langem rätseln wurde uns erklärt, dass man sich dort zum Blutspenden melden kann. Sehr authentisch wirkten jedenfalls die zwei alten Liegestühle für die Patienten. Gottseidank mussten wir am Nachmittag etwas länger behandeln, sodass die Station bereits abgebaut war als wir daran vorbei mussten. Nach der Arbeit ging es noch kurz in die Stadt, aufgrund der dunklen Wolken haben wir uns etwas beeilt und sind wieder in einem Tucktuck nach Hause gefahren. Durch den gelegentlichen Regen ist es in den letzten Tagen etwas kühler geworden, es hat trotzdem noch 23°C. Wir werden oft von den Schwestern gefragt, ob uns nicht kalt wäre. Und das nur, weil wir morgens im T-Shirt und nicht in einer Winterjacke herumlaufen.

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