Tag 17

Zum Frühstück gab es wieder Toast mit Marmelade, dazu Kochbananen und natürlich Avocados. Der Tee durfte nicht fehlen, Kaffee wird hier interessanterweise nicht getrunken. Ein Schuss abgekochte Frischmilch dazu (mehrmals am Tag geht ein Dank an die Choleraimpfung raus, welche meinen Magen desensibilisiert hat) und es ist vollkommen. Danach gings in die Klinik wo wir bereits erwartet wurden. 4 Zahnhalsfüllungen, eine Endo und 2 Extraktionen später ging es zum Mittagessen in ein kleines Seitengebäude der Schwestern. Es gab Nudeln, das grüne Gemüse, Chapati, Ugali und natürlich.. Avocado. Ist das in den Mengen eigentlich noch gesund? Auf den Tee mit Milch verzichtete ich, man soll sein Glück nicht zu oft herausfordern.
Nachmittags hatten wir nur noch zwei Patienten bevor es in die Stadt ging. Tomatensamen und eine Melone gekauft, dann kurz in den Supermarkt. Auf dem Rückweg noch eine Sister eingesammelt und schon ging es in den etwa 4km (von der Klinik aus) entfernten Konvent. Auf dem Weg sieht man öfters grüne Häuser mit einer Safaricom Aufschrift, dem größten Mobilfunkanbieter Kenias. Schließlich bogen wir in den kleinen Weg ein, der zum Konvent führt.
Die einen tranken Tee, die anderen gruben ein bisschen Erde um, danach wurden Tomaten gesät. Bei dem Klima kann man so ziemlich alles anbauen und das wird hier auch gut genutzt. Das Grundstück ist sehr weitläufig, es gibt hier Hühner, mehrere Bananenstauden, verschiedene Gewürze, ein mittlerweile geerntetes Maisfeld (dieser lag zum Trocknen in der Sonne), Karotten und verschiedene andere Pflanzen die ich nicht ganz zuordnen konnte. Sich selbst zu versorgen ist hier die Regel, wenn etwas fehlt kann man dies günstig auf dem Markt erwerben.
Zum Abendessen gab es frischen Fisch mit Ugali und grünen Gemüse. Ich kann mir den Namen einfach nicht merken.. Die Schwestern fanden es lustig, wie wir den Fisch gegessen haben und waren ganz interessiert, was wir mit dem Kopf anstellten. Das Fleisch außen zu essen war kein Problem, danach kam ich allerdings in Verlegenheit. Mir wurde gezeigt, dass man die einzelnen Knochen nimmt und ableckt, soweit so gut. Die Augen sind fies, fürs erste blieben die auf dem Teller. Viel schlimmer waren allerdings die Kiemen (mir egal wie viel Omega 3 die enthalten)! Nunja, vielleicht überwindet sich mein Körper nächste Woche, fürs erste musste das reichen.

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