Tag 15

Heute sollte es um 9 Uhr mit dem Bus in Richtung Bungoma gehen. Da das Fahrzeug noch auf dem Weg zum mobilen Einsatz war, verzögerte sich unsere Abfahrt. Um 12 Uhr sind wir schließlich gestartet, Sister Sunya wartete bereits in Kisumu. Auf der Fahrt haben wir alle kiswahilische Namen bekommen, der Charakter eines Menschen hängt von der Uhrzeit der Geburt ab. Glaubt man hier zumindest. In Kisumu angekommen sind wir in den Public Transport umgestiegen. Eigentlich habe ich schon mit einem überfüllten Bus gerechnet, aber tatsächlich kann man hier für 4€ in einem bequemen Sitz 2,5 Stunden quer durch die Prärie reisen. Zwischendurch gab es ein paar kurze Stopps, ein paar Leute sind ausgestiegen und dazugekommen. Bei dem Krankenhaus angekommen sind wir nochmal umgestiegen und zu dem Konvent der Sisters gefahren, dies hat allerdings nur 5 Minuten gedauert. Hier werden wir für die nächsten 2 Wochen wohnen. Wir wurden herzhaft von allen begrüßt, von Sister Charles direkt zweimal. Sister Sunya erwähnte daraufhin, dass sie dement ist, jedoch sehr liebenswert. Sie meinte dann noch zu ihr, dass sie uns bitte erst nach dem Abendessen ein drittes Mal begrüßen sollte. Sehr große Freude kam auch auf, als wir unsere mitgebrachten Geschenke übergaben zu denen Seife, Kerzen, Schokolade und natürlich Haribo gehörte.
Zu den Hausbewohnern gehört auch eine kleine Katze die sehr zutraulich ist. Skeptisch schauten wir uns gegenseitig an, gegen Tollwut ist keiner geimpft. Unsere Gemächer sind sehr nobel ausgestattet, jedes Zimmer hat ein eigenes Bad und unten befindet sich ein großer Gemeinschaftsraum in dem wir zusammen essen. Die Uhren gehen hier alle eine viertel Stunde vor, somit ist man immer pünktlich (laut den Sistern). Gut, dass man uns darauf hingewiesen hat. Morgen nach dem Frühstück wird es wohl per Taxi oder Pikipiki in die Klinik gehen.

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