Tag 13

Um 7:15 klingelte der Wecker, komplett verschlafen bin ich aufgestanden und ins Bad getaumelt. Das Wochenende in Nakuru inklusive 4,5h Rückfahrt war anstrengender als gedacht. Es gab Omelette und Mandasi, dies war wie jeden Morgen eine gute sättigende Mahlzeit. Dieses war auch von Nöten, vor der Dental Unit warteten schon 2 Patienten. Ansonsten verlief die Arbeit wie immer, es wurden wieder Zähne extrahiert und Füllungen gelegt. Sehr gefreut hat uns, dass tatsächlich Patienten von unserem mobilen Einsatz letzten Mittwoch in die Klinik kamen! Wir hatten nicht erwartet, dass diese den 70km langen Weg auf sich nehmen.
Nach der Arbeit sind wir mit Davine in die Stadt gegangen. Man hatte sich fast schon an den Verkehr, die Abgase, die kleinen Stände, die gegrillten Maiskolben und natürlich die ganzen PikiPikis gewöhnt. Wir sind ins wohl schickste Gebäude von ganz West Kenia gegangen welches von außen gar nicht so auffallend ist (außer von der Höhe). Tatsächlich waren wir dort letzte Woche schon, allerdings nur in einem Lokal im 1. Stock in einem Restaurant. Diesmal ging es im Erdgeschoss in eine Hotellobby. 5 Sterne, neben Wellblechhütten und Autowerkstätten, mitten in der Stadt. Es war sehr nobel eingerichtet, man hat sich direkt nach Europa zurückversetzt gefühlt. Ich dachte wir zahlen gleich 20€ für unsere Getränke und fühlte mich leicht fehl am Platz. Aber wie Davine zu sagen pflegt, „You have no choice“. Alles klar, also haben wir es uns gemütlich gemacht und jeder hat einen frischgepressten Saft getrunken. 2€ pro Person, geht ja noch. Für die Kenianer hier sind das allerdings enorm hohe Preise. Daraufhin ging es Richtung Ausgang, natürlich kannte Davine hier jeden und so kam es, dass wir auf dem Weg einem der Chefs des Gebäudes begegneten. Kurzerhand später saßen wir an einem anderen Tisch, wir waren zu frischem Fisch, Hähnchen und Pommes eingeladen worden. Keiner wollte das annehmen, aber you have no choice. Bevor das Essen gebracht wurde kam Simba, der MKGler hier, vorbei. Er hat sich riesig gefreut uns zu sehen, konnte aufgrund weiterer Termine leider nicht zum Essen bleiben. Prompt wurden wir für morgen Vormittag in seine Klinik eingeladen, you have no choice. Das Essen war fantastisch, der Fisch mindestens genauso gut wie in Kisumu. Danach wurden wir von Davine noch bis kurz vor die Klinik begleitet. Anfangs war es etwas komisch bei Dunkelheit durch die Stadt zu laufen aber eigentlich gab es keinen Grund dafür. Schließlich sind wir zuhause angekommen und mussten feststellen, dass das Abendessen auf dem Tisch steht. Wie wir das jetzt am besten Simon, unserem Koch erzählen… Ich weiß es nicht. Vielleicht zwänge ich noch ein bisschen Fisch in mich hinein, morgen um 8 Uhr geht es schließlich wieder an die Arbeit.

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