Tag 9

Diesmal bin ich früh mal in den OP gegangen, ich hatte wie sooft gar keine Ahnung was mich erwarten wird. Es ist komplett anders als in Deutschland. Die Hygienemaßnahmen waren eher schmal gehalten, lediglich bei den sterilen Kitteln und Handschuhen hatte man nicht gespart. Die Einrichtung bestand ebenfalls nur aus dem Minimalsten, ein Pulsoximeter und Blutdruckmanschette mussten für die Patientenüberwachung reichen. Der Eingriff war ein Kaiserschnitt, dieser ging erstaunlich schnell, das Kind war nach gefühlten 5 Minuten auf der Welt.
Nach der OP habe ich mich wieder zur Dental Unit begeben, dort behandelten Mareike und Lena schon ihre einbestellte Patientin. Es gab noch genug von unserem gestrigen Ausflug aufzuräumen, des Weiteren haben wir unsere Fahrt nach Nakuru geplant. Nach dem (mal wieder äußerst leckerem) Mittagessen ging es dann los, wir fuhren gute 4 Stunden die 200km Strecke. Auf dem Weg gab es mehrere Wellblechhütten mit der Aufschrift „Hotel“. Eigentlich hatten wir uns schon auf so etwas in der Art eingestellt und waren umso mehr erleichtert, als es sich um eine größere bewachte Anlage handelt. Es ist etwa mit einer deutschen Jugendherberge vergleichbar, allerdings fühlt man sich mit diesem Standard hier eher auf dem Level eines 4 Sterne Hotels. Abendessen war auch super, es gab wie immer Ugali und dazu Hähnchenfleisch mit Gemüse. Morgen um 8 Uhr gehen die Seminare los, mal schauen ob wir hier starke Diskrepanzen zu unserem heimischen Lehrbuch finden.

Das Bild ist eine der gestern erwähnten Autowerkstätten

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